Jede Rücksendung kostet Sie Geld: Porto, Zeit fürs Prüfen und Neuverpacken, manchmal eine Ware, die Sie nicht mehr zum vollen Preis verkaufen können. Und eine enttäuschte Kundin bestellt selten ein zweites Mal.
Viele Retouren entstehen schon lange vor dem Kauf, nämlich beim Produktbild. Laut einer Bitkom-Umfrage von 2023 wird im Schnitt jeder zehnte Online-Kauf zurückgeschickt. 42 Prozent der Befragten nannten als Grund, dass die Ware von Bild oder Beschreibung abwich. Bei Schmuck, wo Größe, Farbe und Glanz alles sind, ist das Bild deshalb Ihr wichtigstes Werkzeug gegen Rücksendungen.
Sechs Bildregeln, die Retouren verhindern
Die echte Größe zeigen
„Viel kleiner als gedacht“ ist bei Schmuck einer der häufigsten Gründe für Enttäuschung. Ein Tragebild an Hand, Ohr oder Hals zeigt die Größe sofort, besser als jede Millimeterangabe. Mehr dazu in Wie groß ist der Schmuck wirklich?
Farben ehrlich zeigen
Gelbgold, Roségold und Silber, aber auch die Farbe eines Steins müssen im Bild so aussehen wie in echt. Dafür braucht es das richtige Licht und eine ehrliche Bearbeitung. Ein „etwas schöneres“ Gold im Bild führt zu einem „sieht anders aus“ beim Auspacken.
Alle wichtigen Ansichten
Frontal, leicht schräg, von der Seite, Rückseite oder Verschluss. Was Kundinnen im Laden in die Hand nehmen und drehen würden, muss im Shop als Bild da sein.
Glanz und Steine realistisch
Ein Brillant, der im Bild funkelt wie ein Feuerwerk, und in echt dezent wirkt, enttäuscht. Gutes Licht zeigt Glanz so, wie das Auge ihn sieht. Deshalb rate ich auch von KI-Bildern für Schmuck ab.
Varianten einzeln fotografieren
Gibt es ein Stück in Gold und in Silber oder mit verschiedenen Steinen, braucht jede Variante ein eigenes Bild. Wer Silber bestellt und Gold im Bild gesehen hat, schickt zurück.
Sets vollständig zeigen
Bei Sets gehört ein Bild mit allen Teilen dazu, damit klar ist, was im Paket liegt. Das verhindert Rückfragen und das Gefühl, etwas fehle.
Retouren-Rechner: Was kosten Sie Rücksendungen?
Die Felder sind mit Beispielwerten gefüllt. Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Es wird nichts gespeichert.
Kosten pro Retoure: Porto, Ihre Zeit für Prüfen und Neuverpacken und gegebenenfalls Wertverlust. Wie stark Ihre Quote sinkt, hängt von Ihrem Sortiment ab. Der Rechner zeigt nur, was jeder Prozentpunkt wert ist.
Rechnet sich das?
Ein Freisteller kostet bei mir 20 € pro Bild und Ansicht inklusive Bearbeitung, ein Tragebild ab ca. 30 €. Für ein Schmuckstück mit drei Freistellern und einem Tragebild sind das rund 90 €, einmalig. Wenn dadurch im Jahr nur eine Handvoll Rücksendungen ausbleiben und ein paar Kundinnen wiederkommen, haben sich die Bilder bei einem gut laufenden Stück schnell bezahlt gemacht.
Dazu kommt, was sich schwer in Euro ausdrücken lässt: Kundinnen, die bekommen, was sie erwartet haben, schreiben gute Bewertungen und empfehlen Ihren Shop weiter.
So arbeite ich
Ich fotografiere seit 2020 Schmuck für Onlineshops und Marken, bisher mehrere Tausend Stücke. Jedes Stück wird echt fotografiert und ehrlich bearbeitet: Staub weg, Hintergrund sauber, Farben so, wie sie sind. In Berlin hole ich Ihren Schmuck nach Absprache ab, aus ganz Deutschland und Österreich schicken Sie ihn per Post. Die Bilder sind in ca. 3 bis 5 Tagen fertig. Welche Bildarten es gibt, lesen Sie in Freisteller, Tragebild oder Lifestyle?
Quelle der Zahlen: Bitkom-Umfrage unter 1.024 Online-Käufern ab 16 Jahren, veröffentlicht im Februar 2023.
Häufige Fragen
Warum schicken Kunden Schmuck zurück?
Die häufigsten Gründe im Onlinehandel sind laut einer Bitkom-Umfrage von 2023: „gefällt nicht“ (54 Prozent) und Abweichungen von Bild oder Beschreibung (42 Prozent). Bei Schmuck heißt das meistens: Das Stück war kleiner, der Goldton anders oder der Stein weniger auffällig als erwartet.
Welche Produktfotos senken Retouren am meisten?
Ein Tragebild, das die echte Größe zeigt, farbtreue Freisteller in mehreren Ansichten und ein Bild vom Verschluss. Diese drei beantworten die Fragen, die sonst erst beim Auspacken beantwortet werden.
Darf ich Schmuckfotos schöner bearbeiten, als der Schmuck ist?
Staub entfernen, ausrichten und den Hintergrund sauber setzen ist richtig. Farben, Steine oder Größe zu verändern, führt dagegen zu enttäuschten Kundinnen und Retouren. Ein Bild soll zeigen, was ankommt.
Wie viele Bilder braucht ein Schmuckstück, um Retouren zu vermeiden?
Meist 4 bis 6: ein Freisteller frontal, ein bis zwei weitere Ansichten, ein Bild vom Verschluss oder der Rückseite und ein Tragebild. Bei Sets kommt ein Bild mit allen Teilen dazu.
Was kosten solche Bilder bei Ihnen?
Ein Freisteller kostet 20 € pro Bild und Ansicht inklusive Bearbeitung, Tragebilder ab ca. 30 €, Lifestylebilder ab ca. 25 € pro Bild. Als Kleinunternehmer berechne ich keine Umsatzsteuer.
Bilder, die zeigen, was ankommt
Schreiben Sie mir kurz, welche Stücke Sie fotografieren lassen möchten. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden mit einem Angebot.
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